Füssen – Schwangau Waltenhofen – Brunnen – Greith – Buching Berghof – Halblech – Trauchgau und zurück

ca 40 km / 100 Hm

(Leichte Strecke / Fast ausschliesslich Radwege)

Text & Fotos: André-S. Niedzielski

Abfahrt von Füssen auf der rechten Seite der B17, die nach Augsburg führt. Durchquerung des Lech-Flusses über den Staudamm, dann durch die Dörfer Horn, Schwangau-Waltenhofen und Brunnen. Scharfe Rechtskurve und weiter kleine Brücke über die Mühlberger Ache .

Von hier aus ein angenehmer Radweg mit (oft breiten) Landmaschinen. Am Ende einer geraden Passage, auf der rechten Seite, versteckt in einem Hain, eine hübsche kleine Kapelle „Maria am Wege“ mit Originalreliquien und Besichtigung auf Anfrage.

Füssen – Maximilianplatz
Maria am Wege
Am Hegratsriedersee

Es folgt ein steiler Aufstieg, wo es angenehm ist, mit dem e-bike zu fahren. Man gelangt dann auf ein Vorgebirge mit einer wunderschönen Landschaft, die auch die beiden Seen, Forggensee links und Bannwaldsee rechts umfasst. Der Radweg setzt seinen Kurs durch die üppigen Wiesen fort, wo kleine Kuhherden verschiedener Farben friedlich grasen. Er schleicht sich dann zwischen zwei dunkelgrünen Tannenwäldern zu einem Moränensee, dem „Hegratsriedersee“ mit obligatorischer Fotopause.

Der schwerste Aufstieg der ganzen Strecke (7%) lässt nicht auf sich warten und nach dem Passieren des Weilers Greith kommt man zu einem herrlichen Aussichtspunkt: von den Granitbergen des Massivs «Ammersee-Gebirge» bis zu den westlichen Voralpen über die Gletscherseen der Region, die Stadt Füssen und die renommierten Schlösser Ludwigs II. von Bayern, Neuschwannstein und Hohenschwangau.

Bergpanorama

Weiter überquert man auf der Landstraße das Dorf Buching-Berghof mit einer echten Bäckerei und einem Bioladen. Es folgt ein rasanter Abstieg ins Dorfzentrum mit der entzückender Pfarrkirche «Sankt Michael» aus dem 18. Jahrhundert und ihrem für Bayern typischen Glockenturm in Zwiebelform.

Schilfkolben…Klimawandel?

Es folgt ein kurzer Abstieg zum bayerischen Plateau und zur Durchquerung des Halblechs, einem „Teil – Nebenfluss“ des Lechs. Weiter geht es auf einer verkehrsberuhigten Radroute ins Dorf Trauchgau mit seinem charmanten Hauptplatz um einen erfrischenden Brunnen, die ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammenden gotischen Kirche «Sankt Andreas» und den lokalen Gasthäusern. Wir sind hier an der Kreuzung des Radweges «Bodensee – Königsee» und der «Via Claudia», die Würzburg mit Verona verbindet und gleichzeitig an der Spitze unserer Achterstrecke.

Gasthäuser auf dem Kirchplatz
Der Halblech im Dürresommer 2022
Pfarrkirche St.Andreas (1820)
Hübschrenovierte Bauernhäuser in Trauchgau
Kurz vor Trauchgau

Dann geht es weiter nach Süden… vorbei am beheizten Schwimmbad des Dorfes. Von hier aus einige hundert Meter auf einer Nebenstraße und die Wiederaufnahme der Fahrradroute, die die Brücke über den Halblech überquert.

Am Rande des Waldes, ein neuer starker Eindruck: ein sensationelles Panorama über die geographische Enklave von Füssen. Von links nach rechts: das Karwendelgebirge, das man heute aus nächster Nähe sieht, die gigantischen Gipfel der österreichischen Alpen und der Voralpenabschluss auf der rechten Seite. Ein echtes natürliches geologisches Becken, das den Horizont zu versperren scheint.

Freier Blick nach Süden

Von hier aus eine sanfte Abfahrt entlang ausgedehnter Wiesen, wo kleine, verstreute Herden von Siegenthal-Kühen («Fleckvieh») grasen. Durch den Klimawechsel, wurde die so charakteristische kälteresistente braune Kuh der Alpenregionen von der Siegenthaler (Fleckvieh) oder sogar der Freiburger Kuh (Schwarz -Weiss), die beide profitabler zu sein scheinen, allmählich verdrängt.

Zusammen halten…
Hinweis auf frühere Zeiten: Hafer – Roggen- Kartoffel

Höhenluft

Der Radweg mündet in einen herrlichen Blick auf den Bannwaldsee, diesmal vom gegenüberliegenden Ufer, direkt am Berg. Ein weiterer Campingplatz hat sich hier niedergelassen, und wenn man entlang der Wohnwagen und Zelte fährt, nimmt man den Duft des Tages auf: Duschgel und Kaffee am Morgen, Süßigkeiten und Sahne am Nachmittag und gegrillte Würstchen am Abend!

Ganz anders die Passage entlang des nächsten Baches, der einem Gemälde würdig ist, die «Mühlberger Ache», die aus dem See ragt. Der schmale Radweg verläuft so nah am Fluss, dass man beim Fahren die Fische beobachten kann!

An der Mühlberger Ach

Natur – Kneipp am Wege / Vorsicht…eiskalt!

Der Weg zurück auf der gleichen Straße, aber mit einer anderen Perspektive. Weite Sicht auf die Tiroler Alpenkette und den glitzernden Forggensee mit ab und zu Blick auf die Stadt Füssen. Bald darauf die prächtige Pfarrkirche Waltenhofen, dann eine verkehrsberuhigte Straße, die Durchfahrt durch das Dorf Horn und den Weg über die Staumauer bis zum Ausgangspunkt, dem Zentrum von Füssen.

Füssen – Hohes Schloss

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